2009 - das Jahr des Umbruchs?

Schon ist ein Drittel des Jahres vorüber und wir sind wieder aus dem "Winterschlaf" erwacht. Wir hoffen, dass Sie und Ihre Hunde einen guten Beginn ins 2009 gehabt haben.

Hinter uns liegt ein richtiger Winter - sehr zur Freude unserer Hunde. So viel Schnee haben wir lange nicht gesehen. Nun zieht langsam der Frühling ein und das Leben beginnt zu erwachen. Leben und Sterben liegen so nahe beieinander. Die Blumen beginnen zu blühen, die Knospen zu spriessen, Welpen werden geboren - und mit dem Erwachen des Lebens geht auch das Abschiednehmen einher. Mein Labrador Jazz, er wäre am 22. April 13 Jahre geworden, ist am Freitag, den 3. April 2009 über den Regenbogen gegangen. Gute Reise grosser Kamerad!

1. Persönliche Gedanken: Jazz
2. Thema des Monats: SKN und Prävention
3. Diego
4. Sanaya, mein persönliches Tagebuch
5. OceanCare, eine Organisation die für die Tiere da ist
6. Ausbildungen und Workshops
7. Wichtige Kurzinformationen und Kurznews
8. Wettbewerb

1) Persönliche Gedanken: Jazz

Jazz

Am 22. April 1996 kam der kleine Jazz (voller Name Rose Madrigals Blue Jazz) in Thalwil zur Welt. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle über Jazz schreiben. Ich merke, dass das nicht möglich ist, darum schreibe ich nun AN dich, Jazz.

Lieber Jazz!

Ich erinnere mich gut an die Zeit vor 13 Jahren, als ich dich als kleines Labradörchen schon nach wenigen Tagen das erste Mal besuchen durfte. Du hast noch nichts gehört, auch nichts gesehen und doch hast du bestimmt schon ganz viel gespürt. Du bist mit deinen Geschwistern in einem guten Umfeld aufgewachsen. Bei jedem meiner Besuche bist du etwas mehr gewachsen, wurdest unternehmungsfreudiger und hast dich zu einem richtigen kleinen Racker entwickelt. Schon bald hatte ich mein Herz an dich, den frechsten und stärksten verloren. Dir ging es genauso. Ich erinnere mich an eine Szene, als deine Brüderchen mich begrüssen wollten und du dich einfach zwischen sie gedrängt hast. Ganz nach dem Motto "macht die Fliege, die gehört zu mir". Als du etwa sieben Wochen alt warst, hatte die Züchterin sich entschieden, die Welpen den Interessenten zuzuteilen. Wir wussten bis zu diesem Zeitpunkt nicht, wer wen bekommen würde. Ich war so glücklich und erleichtert, dass sie unsere Verbindung wahrgenommen hat. Fortan warst du Jazz mein kleiner Labrador. Du warst dann noch drei weitere Wochen bei deiner Familie. Als ich dich abholte, brach es mir fast das Herz. Du hast zurückgeschaut und gewinselt, als wir losgefahren sind. Ich bin mit dir auf dem Rücksitz gesessen und habe mir geschworen, das ich alles tun würde, damit du ein glückliches Hundeleben würdest geniessen dürfen.

Zu Hause angekommen, hast du dein neues Heim intensiv inspiziert: Schuhe herumgetragen und Blumen ausgegraben. Du hast die Wohnung rasch in einen für dich passenden Welpengarten verwandelt. Thomas, mein damaliger Mann wusste nicht, dass ein kleiner Welpe unseren Alltag von nun an bereichern würde. Natürlich wusste ich, dass er Hunde mag. Als er nach Hause kam, bist du ganz neugierig zur Türe getapst. Ganz gespannt wartete ich auf die Reaktion und als ich den lachenden Thomas um die Ecke kommen sah, wusste ich, dass du sein Herz gewonnen hattest.

Du bist gewachsen und hast dich vom Welpen zum jungen und dann erwachsenen Hund entwickelt. Unsere Karriere auf dem Übungsplatz war von kurzer Dauer. Da ich wusste, dass ich mit dir etwas machen sollte, habe ich mich umgehört. Ich weiss, dass du deine „Pfoten“ mit im Spiel gehabt hast. Auf Umwegen bin ich auf Kurse mit Turid Rugaas gestossen. Was ich las, machte mich neugierig. Wir besuchten einen Kurs und ich war von der Einfachheit dieser Botschaft angetan. Genau das habe ich gesucht. Einen einfachen Weg des respektvollen Zusammenlebens. Wir haben viele weitere Seminare besucht und Ausbildungen gemacht. Immer warst du an meiner Seite. Immer wieder wurden wir auf Spaziergängen angesprochen, was wir tun, wo wir üben - man hat wohl die Verbindung zwischen uns beiden gespürt. Das war der Start unserer Hundeschule, happy dogs and people.

Du warst immer ein wunderbarer Lehrer. In den Hundestunden hast du mich lange Jahre stets begleitet und mir unendlich viel über die Kommunikation unter Hunden beigebracht. Du hast geholfen, ängstlichen Hunden Sicherheit zu vermitteln und für Welpen warst du der geduldige Onkel.

Am 22. April wärst du dreizehn geworden. Vor zwei Wochen haben wir die Diagnose "Milztumor" erfahren. Ich ahnte und wusste, dass du deinen Geburtstag nicht mehr erleben wirst. Dir ging es bis zum Schluss den Umständen entsprechend gut. Ich habe immer gehofft, dass du selber sterben kannst oder, dass du mir zeigen würdest, wenn der Zeitpunkt gekommen ist. Am Freitag, 3.4.09 sind wir morgens wie gewohnt auf den Spaziergang gegangen. Nach wenigen Metern hast du dich hingelegt und wolltest nicht mehr aufstehen. Da wusste ich, dass das der Moment ist. Wir haben das Auto geholt und dich nach Hause gebracht. Du wolltest nicht mehr laufen. Wir haben unsere Tierärztin angerufen. Sie meinte, dass wir kommen sollen. Wir haben uns nicht beeilt. Du bist noch eine Weile im Wohnzimmer auf der grossen Matratze gelegen. Ich habe mich immer mal wieder an dich gekuschelt, so wie wir es meist nach Operationen gemacht haben. Wenn es dir gut ging, wolltest du das nicht so sehr. Du hast dich ganz fest angekuschelt und deinen Kopf an meinen Kopf gehalten. Auch das war eines deiner Zeichen. Wir haben dich ins Auto getragen und du hast noch eine Weile den Ausblick von unserem zu Hause aus genossen.

Reni und ich sind traurigen Herzens mit dir in die Klinik gefahren. Mir sind die Tränen gekullert und doch habe ich mich innerlich leicht gefühlt. In der Klinik haben wir uns mit der Ärztin kurz unterhalten und uns dazu entschlossen, dich gehen zu lassen. Wir haben dich aus dem Auto gehoben und auf eine Decke auf die Wiese gelegt. Alles ging sehr schnell. Du bist nach der Narkose sofort eingeschlafen und als die endgültige Spritze kam, lagst du ruhig und entspannt in meinen Armen. Wir sind eine ganze Weile so gelegen, haben die wärmenden Sonnenstrahlen gespürt.

Nach einiger Zeit haben wir dich ins Auto gebettet, dich zugedeckt und sind ins Krematorium in Nürensdorf gefahren. Unterwegs haben Reni und ich viel über dich geredet. Es sind uns so unzählig viele schöne Momente in den Sinn gekommen. In Nürensdorf mussten wir dich endgültig zurücklassen. Wir haben dich in deine rosa Decke gebettet, dir dein Nuscheli, ein T-Shirt von mir, eine Feder und deine Lieblingsdinge mitgegeben. Nach einem letzten Kuss sind wir schweren Herzens weggefahren.

Zu Hause war alles leer. Die anderen Hunde vermissen dich genau wie ich. Vor allem Sanaya hat dich immer mal wieder gesucht. Nun macht sie auf Clown und animiert Derwisch, so wie sie es in den letzten Tagen oft gemacht hat.

Am Dienstag dürfen wir das, was von dir irdisch noch vorhanden ist, abholen. Ich werde es gerne tun.

Lieber Jazz, es ist leer ohne dich und doch ist mein Herz so unendlich gefüllt mit Liebe und Dankbarkeit. Ich weiss, dass neben mir viele Menschen und Hunde traurig sind. Du hast viele berührt und viele bewegt. Du hast unendlich viel gegeben, warst immer ausgeglichen und Helfer an allen Orten. Du warst auch ein Schlitzohr und konntest ein richtiger Sturkopf sein. Manchmal hat mich das geärgert, heute vermisse ich es bereits. Du warst und bist eine starke Persönlichkeit. Ich weiss, dass du nicht möchtest, dass ich traurig bin. Doch musst du das annehmen! Irgendwann wird die Leichtigkeit überwiegen. Es braucht einfach ein wenig Zeit.

Ich wünsche dir eine gute Reise auf die grosse Wiese, Jazz. Ich weiss, dass du immer bei mir und uns sein wirst. In unserer Schule lebst du weiter und in vielen Herzen, hast du einen Platz gefunden. In meinem ganz speziell.

Ich möchte in den nächsten Newslettern gerne die eine oder andere Geschichte mit dir schreiben. Ich weiss, dass das ganz in deinem Sinne ist. Wir haben uns von Anfang an für Respekt und gegenseitiges Verstehen eingesetzt. Diesen Weg gehen Reni und ich gerne weiter. Ich weiss, dass du uns im Hintergrund unterstützen wirst.

Danke für alles, mein grosser "Jazzly". Ich vermisse dich! Du bist in meinem Herzen!

Dini Nicole

2) Thema des Monats: SKN und Prävention

Unsere ersten SKN (Sachkundenachweis) Ausbildungen sind gelaufen. Wir sind stolz und dankbar, dass wir die ersten Trainer in die Welt entlassen durften. Im Vergleich zu anderen Anbietern ist unsere Quote an ausgebildeten Trainern sehr gering. Das hat seinen Grund. Trainer, die diese Ausbildung bei uns absolvieren möchten und SKN Kurse anbieten wollen, müssen viel leisten. Neben der obligatorischen Ausbildung zum Hundetrainer (sie muss mindestens 140 Stunden umfassen) müssen unsere Absolventen noch diverse Zusatzkurse belegen (Methodik/Didaktik, Recht, Ernährung und Gesundheit, Nothelferkurs). Nach Absolvieren des SKN Zusatzkurses folgen die schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungen.

Das Hautpgewicht unserer Ausbildung liegt in der Prävention. Was ist Prävention? Prävention heisst vorbeugen. Was braucht es, damit wir mit unseren Hunden zufrieden leben können? Hilft Kontrolle, die Hunde "im Griff" haben, dieses Ziel zu erreichen?

Prävention erreichen wir nur, wenn wir lernen, die Hunde als das zu sehen, was sie sind: Als Hunde, nicht als Nachfahren von Wölfen, als Lebewesen mit eigenen Persönlichkeiten, mit Gefühlen und Emotionen. Nur wenn es uns gelingt, den Hund seinen Möglichkeiten entsprechend zu führen und dabei die Anforderungen der Gesellschaft und unsere eigenen Möglichkeiten miteinzubeziehen, werden wir die Hunde sich sicher entwickeln lassen. Ein kontrollierter Hund ist kein sicherer Hund. Weshalb sonst muss er unter Kontrolle stehen? Natürlch müssen wir den Hunden Grenzen setzen, denn wie gesagt - es sind Hunde. Um Hunde sicher werden zu lassen, müssen wir ihre Möglichkeiten und Grenzen kennen. Wir müssen sie entsprechend führen und ihnen in ihrem Tempo Möglichkeiten zur Entwicklung geben.

Es werden viele Übungen gemacht, die zu einer vermeintlichen Sicherheit und Kontrolle des Hundes führen. Wie soll ein Hund lernen, sich mit Hunden auf angemessene Art und Weise auseinanderzusetzen, wenn er im Kreis um Hunde und Menschen herumgehen muss, und das eventuell gar noch mit Würstchen vor der Nase? Wie soll ein Hund lernen, Zutrauen in die Menschen zu bekommen, wenn fremde Personen ihn mit Futter locken? Wie soll ein Hund seine Schwierigkeiten mit anderen Hunden überwinden, wenn wir nicht wissen, ob es sich um Unsicherheit, jugendlichen Übermut, Einschüchterungsversuche oder ... handelt.

Wahre Prävention ist nur dann möglich, wenn das entsprechende Lebewesen eine solide Basis hat. Viele positive Erfahrungen führen dazu, dass ein Hund selbstsicherer wird und dass er auch allfällige unbekannte Situationen besser meistern kann. Wer sich gut fühlt, muss nicht aggressiv reagieren. Das ist bei Hunden genauso wie bei den Menschen.

Es würde sich also lohnen, mal wieder über unsere eigene Lebensqualität nachzudenken. Wie oft reagieren wir über, sind ungehalten, ungeduldig - nicht nur mit den Hunden. Warum ist das so? Weil wir ausgeruht, in uns ausgeglichen sind? Ich wünsche Ihnen einige Momente der Ruhe, um sich diese Fragen einmal ganz für sich selber anzuschauen.

Auf unserer Website finden Sie unter SKN die ausgebildeten Trainer.

Herzlichen Glückwunsch an: Momo Beutler, Ingrid Blum, Silvia Boppart, Anne Büchel, Belinda Conradin, Karin Habegger, Daniela Hörler, Gaby Konrad, Silvia Peter, Yolanda Pronk, Yvonne Ritz, Thisi Schmid, Franziska Studer, Sabine Süess, Renate Wicki

3) Diego

Diego

Darf ich mich vorstellen? Ich bin Diego, knapp 5-jährig, Aussie, lebe zusammen mit meiner Partnerin Zora bei Herrchen und Frauchen. Ich führe ein zufriedenes Hundeleben.

Früher hatte man es nicht einfach mit mir. An der Leine war ich recht wild, und ich sorgte dafür, dass die Leine immer straff gespannt war. Die damalige Hundetrainerin meinte, ich sei eben dominant und neige darum zu Aggressivität, was man unterbinden müsse - und ihre Methoden waren recht grob, was mich auf dem Hundeplatz irritierte. Dabei gab es für mein Verhalten ganz andere Gründe, und ich konnte auch ganz lieb sein.

Weil ich ein schönes, geschecktes Fell habe sowie ein blaues Auge und ein braunes Auge, starren mich die meisten Leute komisch an. Das habe ich gar nicht gerne: Es macht mich unsicher, und ich beginne zu bellen. Mit Kindern habe ich meistens Probleme, denn sie nerven mich, weil sie viel Lärm machen. Mit den Menschen geht es je nach Sympathie ziemlich gut; mit Männern, ja na, etwas weniger. Richtige Problem gibt's höchstens mit Fremden oder komischen Gestalten. Schwieriger wird es bei andern Hunden. Denn: Eigentlich braucht es aus meiner Sicht keine andern Hunde.

Eine schwierige Zeit für mich kam, als meine vorherige Chefin (die Tochter) von ihren Eltern wegzog. Ich weilte dennoch hie und da und an Wochenenden am alten Wohnort. Das Hin und Her hat mich nervös gemacht. Zum Glück wurde aber bei mir nicht mehr an der Leine geruckt. Man versuchte es bei mir mit klassischem Konditionieren und viel Geduld. Das ging bald ganz ordentlich, und es war für mich spannend, denn es gab immer Wurststückchen. Als ich dann an den alten Wohnsitz zu Herrchen zurückkehrte, erwartete mich ein volles Programm. Am Morgen ein langer Spaziergang, über Mittag und am Abend nochmals, mit Spielen und Suchen, manchmal zusammen mit Zora, oft auch allein. Das waren stets mehr als drei Stunden pro Tag. Etwa drei Mal in der Woche hiess es joggen. Zudem gingen wir auf Fährten, oder ich trainierte Unterordnung oder Revier, und ins Agility ging es anfangs auch noch. Dann kam das Clickertraining dazu.

All das mag lustig und interessant sein, mich aber hat es eher gestresst, denn ich hätte es gerne etwas gemächlicher gehabt. So kam es Mal wieder vor, dass ich in meine alte Verhaltensmuster zurückfiel: Ziehen an der Leine, Leute und Hunde anbellen. Den Freilauf nutzte ich oft, Krähen, Katzen und andern Hunden hinterher zu jagen - manchmal waren es auch nur Phantome.

Dank dem konditionierten Lernen lief es mit Kindern, fremden Personen und andern Hunden wenigstens besser. Aber ehrlich gesagt, wurden die Fortschritte immer kleiner. Das begann sich im September 2008 zu ändern. Meine Herrschaften sind nämlich auf die Hundeausbildung von NF Footstep gestossen. Sie interessierten sich für diese Philosophie und entschieden sich, mich dort  einmal abklären zu lassen. Vorher musste ich noch zum Tierarzt. Er diagnostizierte eine Schilddrüsenunterfunktion. Seither nehme ich Tabletten, die den Hormonhaushalt regeln.

In Maienfeld nahmen mich Nicole und Reni unter die Lupe. Ich merkte sofort, dass ich sie mit meinem Getue nicht beeindruckte. Die beiden Hundespezialistinnen stellten dasselbe fest, was ich schon immer mitzuteilen versuchte: Mein Stresspegel muss runter! Mein tägliches Beschäftigungsprogramm sollte man gehörig reduzieren.

Das hat dann ziemlich schnell gewirkt. Die Spaziergänge sind um fast die Hälfte kürzer, dafür darf ich nach Herzenslust herumschnüffeln. Artgenossen gehen wir in der Regel aus dem Weg, ebenso meiden wir generell unnötige Aufregungen, soweit es geht jedenfalls. Mit Agility haben wir vorläufig aufgehört. Dafür gehen wir oft auf Fährten,  machen Suchspiele oder andere, eher ruhige Beschäftigungen. Entsprechend finde ich rascher meine Ruhe und  verdaue auch viel besser, wenn es wieder einmal stressig geworden ist.

So haben wir heute ein meist entspanntes Zusammenleben. Diese positive Veränderung, die ich erlebt habe, wird zurzeit nachhaltig gefördert. Das liegt am Hundeführerkurs, den ich mit meinen Herrschaften bei Nicole und Reni besuche. Jedenfalls fahren wir - Zora und ich - jedes Mal gerne nach Maienfeld, weil dort Herrchen und Frauchen etwas kluger werden und uns in unserer Hundewelt noch besser verstehen lernen.

4) Sanaya: Mein persönliches Tagebuch

Der erste Geburtstag ist vorüber!

Hallo Leute, da ist ja ganz viel Zeit vergangen, seit wir das letzte Mal miteinander geplaudert haben. Mir hat dieser lange Winter gut gefallen. Ich konnte sehr viel im Schnee rumtoben, hatte meine Kumpels, die sich auch wohlgefühlt haben und gar die Senioren sind richtig aufgeblüht.

Im Moment liege ich ganz ruhig im Büro von Frauchen, auf dem Plätzchen, das ich mit Jazz oft geteilt habe. Ich weiss, dass er nicht mehr zurückkommt. Ich bin auch traurig und doch bin ich hier, um die Leichtigkeit und Fröhlichkeit am Leben zu erhalten. Ich heisse ja Sanaya, also öffne ich die traurigen Herzen wieder dem Leben. Sanaya heisst "öffne dein Herz dem Leben".

Momentan findet mich Onkel Derwisch sehr cool - allerdings läuft er mir stetig hinterher, winselt und ist ganz aufgeregt, wenn er mich sieht. Ich weiss, dass ich läufig bin. Doch so aufdringlich müsste er ja doch nicht sein. Ich beisse dann immer in seine Ohren und in die Beine und laufe wieder davon. Ich bin ja viel wendiger und schneller als er. Die anderen reagieren da viel entspannter. Allerdings hatten wir oft in der Nacht einen Gast im Garten. Frauchen geht immer zuerst raus, um zu sehen, ob er weg ist. Ich weiss gar nicht, wie er bei uns reinkommt, denn um das ganze Gelände ist ein Zaun. Ob der wohl wegen mir kommt?

Gestern war ein trauriger Tag. Ich habe am Morgen schon gemerkt, dass etwas anders ist. Ich habe gespürt, dass Onkel Jazz nun für immer von uns weggehen wird. Er war ein ganz toller Lehrmeister für mich. Am Anfang hat er mich einfach nicht beachtet und ich verstand gar nicht, warum. Ich erinnere mich, als Frauchen mit mir spazieren gehen wollte, als ich noch klein war und Onkel Jazz sich durch die Türe gedrängt hat. Er wollte mitkommen. Er hat mir immer wieder Dinge im Leben gezeigt. Oft sind wir abends zusammen auf der Decke oder im Körbchen gelegen, wenn Frauchen im Büro war.

Ich habe von Jazz den Auftrag bekommen, einige Dinge ins Leben hinauszutragen. Das werde ich gerne tun. Ich lasse mir noch ein wenig Zeit mit den grossen Dingen, denn ich bin ja selber noch jung und brauche noch etwas Zeit für meine Entwicklung. Ich weiss, dass ich reich beschenkt worden bin und ich freue mich, etwas davon im Verlaufe meines Lebens an euch und eure Hunde weiterzugeben.

Noch eines zum Schluss: Seid fröhlich, auch wenn ihr traurig seid. Beides gehört zum Leben!

Eure Sanaya

5) OceanCare, eine Organisation die für die Tiere da ist

Gemeine Delphine mit Seegelschiff copyright Yvonne Horisberger

MEDCET - Aktivferien: Für eine Woche Walforscher sein.

In den Sommermonaten versammeln sich im korso-liguro-provenzalischen Meeresbecken zahlreiche Wale und Delphine, darunter auch der sagenumwobene Pottwal, der Finnwal sowie der Blau-Weisse Delphin, von welchem bereits griechische Mythen berichten. Grund dafür ist, dass sich dieses Meeresgebiet während dieser Zeit durch einen ausserordentlich hohen Nahrungsreichtum auszeichnet.

Aufgrund dieser ökologischen Besonderheit wurden 1999 rund 85'000 km² von Hyères über die Côte d'Azur bis in die südliche Toscana und dem Norden Sardiniens durch die Anrainerstaaten Frankreich, Monaco und Italien vertraglich zum PELAGOS Wal- und Delphin-Schutzgebiet erklärt. Der Vertrag trat im September 2001 in Kraft und ist Ausdruck des politischen Willens der Parteien, sich für den Schutz der Lebewesen in diesem Gebiet einzusetzen. Die Umsetzung des Schutzgebiets bedingt die Erarbeitung von Wissensgrundlagen und entsprechenden Massnahmen auf verschiedensten Ebenen, denn die Wale im Mittelmeer haben mit zahlreichen Gefährdungen zu kämpfen wie

Bereits das zwölfte Jahr in Folge erforscht OceanCare im Walschutzgebiet PELAGOS vor der südfranzösischen Küste die Lebensweise zahlreicher Wal- und Delphinarten. Die Langzeitstudie soll es erlauben, den Rückgang einzelner Artbestände sowie Nutzungskonflikte zwischen Mensch und Tier frühzeitig zu erkennen und Schutzmassnahmen einzuleiten. Folgende Arten können im Walschutzgebiet beobachtet werden: Finnwale, Pottwale, Gewöhnliche Grindwale, Rundkopfdelphine, Grosse Tümmler, Gewöhnliche Delphine und Streifendelphine.

Erleben, forschen und geniessen. Mit einer unvergesslichen Woche auf dem Meer leisten Forschungsteilnehmende einen wichtigen Beitrag, dass Wale und Delphine im Mittelmeer überleben können. Das erwartet sie an Bord. Je nach Wettersituation können frei lebende Wale und Delphine beobachtet werden. Unter Anleitung einer Fachperson helfen sie aktiv bei der Datenaufnahme und erhalten eine Einführung in die Walforschung sowie die Wal- und Meereskunde. Und natürlich kommen auch das gesellige Zusammensein sowie das Baden im tiefblauen Wasser der Côte d’Azur nicht zu kurz!

Haben Sie sich bereits überlegt, wo Sie im Sommer Ihre Ferien verbringen wollen? An Bord des Forschungsschiffes von OceanCare können Sie im Mittelmeer mit etwas Glück aus nächster Nähe Wale und Delphine erleben. Die Törns finden vom 6. Juni bis 24. Juli 2009 und vom 29. August bis 18. September 2009 vor der südfranzösischen Küste statt. Weitere Informationen zur Walforschung: Beitrag von Swissinfo Teil 1 (englisch) / Beitrag von Swissinfo Teil 2 (englisch) und unter Walforschung.

Die Plätze sind limitiert. Eine frühzeitige Buchung wird empfohlen. Wir freuen uns, Sie an Bord willkommen heissen zu dürfen.

6) Ausbildung und Workshops

Die vielen positiven Rückmeldungen zu unserem neuen Kursprogramm freuen uns sehr.

Informationen zu den Ausbildungen und Kursen entnehmen Sie bitte dem Programm oder schauen Sie auf die Website, dort sind alle Kurse online.

Ausbildungslehrgang zur Canine Bowen Technique (CBT)

Beginn der Ausbildung: April 2009

International Dog and Behaviour Training School Foundation mit Sheila Harper

Beginn der Ausbildung: September 2009

"NF SKN" Ausbildung für Ausbildner um Kurse für SKN anzubieten

Beginn der Ausbildung: Herbst 2009

NF Dog Academy: Welpenleiterausbildung

Beginn der Ausbildung: Januar 2010

NF Dog Academy: Lehrgang "GEMEINSAM UNTERWEGS"

NF Hundeführerausbildung und Dog Walker Ausbildung.
Beginn der Ausbildung: 2010

Die kommenden Workshops

Sheila Harper: Umgang mit Leinenaggression (09/10.05.2009)

Was ist eine Leinenaggression? Wie kommt es zu diesem Verhalten? Wie kann man es ändern?

Sally Askew: Wie Sie ein Hunde Detektiv werden (13/14.06.2009)

Dem Verhalten unseres Hundes auf der Spur.

Sally Askew: Canine Bowen Technique fuer den Hausgebrauch (29. - 31.08.2009)

Notfälle erkennen und Erstversorgung richtig angehen. Pflicht für jeden Hundehalter! Für den Sachkundenachweis wird auch die Gesundheitsvorsorge und Ernährung ein Bestandteil sein. Ein Seminar für Hundetrainer und Hundehalter.

Christine Wergowski: Organische Ursachen für Verhaltensprobleme (19/20.09.2009)

Verhaltensauffälligkeiten haben häufiger körperliche Ursachen, als man denkt.

7) Wichtige Kurzinformationen und Kurznews

Anmeldungen und Anfragen per E-Mail

Nicht jedes mail findet seinen Weg wirklich zu uns. Wir bitten Sie deshalb nachzufragen, wenn Sie innert 10 Tagen keine Antwort erhalten haben.

Anerkennung vom BVET

NF Ausbildungszentrum hat vom BVET die Anerkennung als Ausbildungsstätte nach Art. 205 TSchV erhalten und ist damit befähigt, Personen auszubilden, die Hundehalter zum Sachkundenachweis (SKN) ausbilden.

Vergiftete Cervelatköder im Raum St. Gallen

Mehr hierzu unter folgenden Links:
http://www.20min.ch/news/stgallen/story/Hundehasser-legt-vergiftete-Cervelats-aus-24552806
http://www.20min.ch/news/stgallen/story/Polizei-ermittelt-gegen-Hundevergifter-30709367

Tödliches Flohmittel

Der Kater wurde von einem Arbeiter, der beim Nachbarn tätig war, gefunden und eine Nachbarin fuhr mit ihm zum Tierarzt wo er eingeschläfert wurde. Das Mittel welches ins Fell aufgetragen wird, heisst Exspot und jeder Tierarzt weiss, dass es bei Katzen meist tödlich endet! Trotzdem hat man mir, obwohl bekannt war, dass ich Katzen und Hund habe, ein solches Mittel verkauft. Ich will ja nicht die Schuld von mir weisen und natürlich steht auf der Karton-Verpackung, dass es für Hunde ist. Aber hättet Ihr geglaubt, dass ein Flohmittel für Hunde bei Katzen auf diese extreme Weise wirkt? Jeder der 3 kontaktierten Tierärzte wusste sofort, dass es Exspot gewesen sein muss! Ich bin völlig fassungslos, dass so ein Mittel überhaupt auf dem Markt ist. Katzen und Hunde lieben einander häufig und wenn eine Katze den Hund abschleckt an der aufgetragenen Stelle, reicht das bereits, um schwerste Intoxikationssymptome auszulösen. Dass Tierärzte dieses Mittel verkaufen und dann auch noch jemandem, der Katzen und Hund hat, und nicht ausdrücklich auf die Gefahr aufmerksam machen, scheint mir unfassbar. Es scheint ab und zu vorzukommen und die meisten Katzen verenden innert kürzester Zeit!

Ich wollte Euch das erzählen, damit möglichst viele Leute über Exspot informiert werden. Es gibt ja so viele Tierhalter, die Hund und Katze haben

S.R aus Chur

8) Wettbewerb

Die neue Frage lautet: "An welchem Datum ist Jazz geboren?" Einsendeschluss ist der 22. April 2009.

Unter den richtigen Einsendern verlosen wir das intelligente Hundespiel "Jazz". Wert CHF 49.50.